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Match Report: Redbacks vs. Lions
Sonntag, den 20. Juni 2010 um 00:00 Uhr

 

Spinnenragout zum Mitnehmen.

Um 8 Uhr morgens trafen sich 17 Lions an einem eher nieselregnerischen Tag um mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren. An besagtem Ort wartete weitere Unterstützung für das letzte Spiel der Hinrunde gegen die Redbacks aus Frankfurt. Eine schöne Überraschung war es dann, dass während es im Rheinland aus Eimern schüttete, in Frankfurt die Sonne lachte und so ideale Matchbedingungen geschaffen waren.

Die Redbacks konnten in der laufenden Spielzeit bisher nur einen Sieg erringen und zwar gegen das Team aus Berlin. Außerdem gab es einen Achtungserfolg mit 37 erzielten Punkten in München. Mit einer Ausbeute jenseits der 300 Punktemarke aus den vergangenen zwei Spielen schwellte die Brust der Lions fast über, so dass ein schnelles Spinnenragout zum Mitnehmen, am Besten noch ohne viel Anstrengung gewünscht war. Es sollte kein Festmahl wie die vergangenen zwei Spiele werden, außerdem war schnell klar...Spinnen sind giftig!

Das erste Viertel ging direkt mal in die Vollen. Die Lions erwischten einen schönen Start ins Spiel. Viele gute Kombinationen von Handballs und Kicks aus der Mitte mit Zug zum Tor brachten die Frankfurter Defensive immer wieder in Verlegenheit. Darüber hinaus war die Ausbeute nicht schlecht. Am Ende des ersten Viertels stand es 7:25 für die Gäste aus dem Rheinland.

Die Redbacks gaben sich allerdings nicht so schnell geschlagen. Von Einknicken oder hängenden Köpfen keine Spur! Die Löwen mussten Mal um Mal feststellen, das die Spinnen über mehr Charakter verfügten als man es im Vorhinein vielleicht hätte vermuten dürfen. Wieder und wieder wurden äußerst harte Zweikämpfe geführt, bei denen sowohl Redbacks als auch Lions nicht immer unversehrt blieben. Besonders hervorzuheben ist wohl noch, dass die Riege um Kapitän Malte Schudlich größer, schwerer und breiter war als ihre Pendants aus Köln.

Die Marschrichtung, wie das Frankfurterbollwerk auseinander zu nehmen ist, war also klar. Coach Harris verwies darauf die Flügel weit außen zu besetzen, um so die volle Breite des Spielfeldes zu nutzen und die eigene Laufstärke in Ballbesitz umzuwandeln. Die Rechung ging auf. Nach der ersten Halbzeit führten die Rheinländer 7:47. Es schien ein ungefährdeter Sieg zu werden, aber weit gefehlt.

Die Lions verpassten es den Sack im Premiershipquarter zu zu machen. Mit einer durch die Bank weg indiskutablen Leistung, bei denen allen Lions die Angst im Gesicht stand wann immer sie sich in Ballbesitz befanden. Der Grund blieb unklar, aber das Ergebnis sprach für sich. Immer wieder wurde das Spiel der Lions von wirklich aufopferungsvollen Frankfurtern unterbrochen. Es lag allerdings allen voran an den Löwen selbst, die völlig sinnlose Pässe in den „Hotspot“ knallten, nur um den Ball aus der Mitte zu bekommen. Keine Kombinationen waren zu erkennen. Das wahrscheinlich schlechteste Viertel der Lions in dieser Spielzeit. Am Ende des Viertels stand es 13:51.

Die ¾ Ansprache der Trainer Harris, Mouth sowie Skipper McBride war dementsprechend heftig. Es wurden sauberer Possesions verlangt, außerdem sollte mehr Ruhe reinkommen, man musste eindeutig das Tempo verschleppen um nicht noch einmal so in das offene Messer eines Frankfurter Konters zu laufen.

Das letzte Viertel startete ordentlich. Obwohl es wirklich viele gut heraus gespielte Chancen gab, versäumten es die Löwen, den Qualitätsunterschied, der jetzt mit länger anhaltendem Spiel immer sichtbarer wurde, auf das „Scoreboard“ zu übertragen. Die letzten zehn Minuten wurden von beiden Teams damit verschwendet den Ball möglichst oft über die „Boundaryline“ zu bomben, um so zu verschnaufen und das Spiel ausklingen zu lassen. Am Ende war es ein klarer, aber nicht wirklich überzeugender Sieg der Rheinland Lions: 13:67!

 

Einzelkritik:

Neal:             

Der Coach brachte sich immer wieder gut ins Spiel, der klassische Staubsauger hinterm Mittelfeld, muss allerdings an seinen Handballs arbeiten.

Luke:             

Der Skipper strahlte wie immer absolute Stärke und Willenskraft aus. War mit seinen beiden Toren und guten offensiv Akzenten maßgeblich am Sieg beteiligt.

Matty:           

Der Rover kam nicht so gut in Schwung. Hatte zwar gute Aktionen nach vorne, aber als klassischer Rover eher unauffällig, muss besser mit dem Ruck harmonieren.

Pete:             

War unheimlich fleißig in Fullforward Position, aber das Spiel fand eher über die Pockets statt, zeigte aber bei diversen Bällen höchsten Einsatz, sogar am Boden, weiter so.

Gero:            

Hatte unter ähnlichen Bedingungen zu kämpfen wie Pete, musste sich eher Bälle erkämpfen. Legte aber immer wieder Bälle auf und kam doch noch zu seinem Tor.

Dirka:            

War ziemlich unterbeschäftigt über weite Strecken des Spiels, muss sich aber vorwerfen beim ersten Tor mit Knut eine schlechte Absprache gehalten zu haben, ansonsten tadellos, zwischenzeitlich auch vorn.

Tim Bade:      

Fällt durch immer bessere Aktionen auf. Muss sich allerdings die Ohren waschen um besser postierte Mitspieler zu bedienen. Spielt mehr mit Herz als Verstand, aber daran arbeiten wir.

Tim S. :            

Es war ein undankbares Spiel für einen Filigrantechniker, beim durchweg rauen Spielverlauf und der kompakten Abwehr der Frankfurter.

Tobi:               

Der Ruck hatte im Duell mit seinem Frankfurter-Pendant alle Hände voll zu tun. Immer  wieder ein hart geführter Zweikampf. Zeigte aber wieder eine solide Leistung als Richards-Vertreter.

Knut:              

Versauerte zusehends in der Fullback Position, die an diesem Tag so gut wie gar nichts zu tun bekam. Zeigte aber Stärke im Punchen von hinten, wann immer es nötig war.

Nick:              

Der Rookie bot wieder einmal eine eindrucksvolle Leistung, hat immer besseres Spielverständnis und man sieht die Früchte seiner Arbeit vom Training im Spiel. Gefiel außerdem durch den Führungstreffer, gutes Laufpensum.  

Ant:                           

Der Halfforward zeigte ein gute, aber keine überragende Leistung. Rieb sich unheimlich auf, aber die Gegenwehr war nicht immer schlecht, so dass nicht alle Bälle zum richtigen Mann kamen.

Michael:       

War der beste Löwe auf dem Platz, überzeugte durch wichtige Marks im Halbfeld, eine extreme Ballbesitzquote, sowie guten Pässen in die Pockets. Allerdings kam er leider zu keinem Torerfolg!   

Marci:           

Kam ins Spiel und fiel erstmal durch Verunsicherung in der Forwardline auf. Traute sich aus irgendeinem Grund nicht selbst abzuschließen und versuchte deshalb seine Mitspieler mit 15m Kicks in Szene zu setzten, spielte später ordentlich.

Glen:             

Mehr als nur eine Alternative im Ruck. Zeigte absoluten Einsatz ab dem dritten Viertel im Ruck. Hatte die Lufthoheit und konnte die Löwen gut nach vorne bringen. Die Schulter hielt auch, Glückwunsch.

Andi:             

Ein ganz feiner Spieler. Mit seiner explosiven Art, die aber gleichzeitig vom überlegten Spiel beherrscht wird, kann man sicher sein, dass der Footy in Andi’s Händen zu Gold wird. Super nach vorne, später unüberwindbar in der Defence, stark.

Consti:          

Der aggressiv Leader, fiel vor allem mal wieder durch ein hartes Spiel auf, welches an diesem Tage besonders wichtig war. Hatte einen guten Drang zum Tor und jagte die Bälle nur so in die Forwardline.

Lucas:           

Ein ganz starkes Spiel in der Halfbackline. Vernichtete ein ums andere mal einen Konter der Frankfurter im Alleingang, sogar oft alleine gegen zwei. Das langsame aber körperbetonte Spiel kam ihm entgegen, nach einem schönen Spiel für Stuttgart eine super Leistung im Löwenoutfit.

Michi D. :      

Wie ein Rasenmäher pflügte er durchs Feld, die robusten aber hüftsteifen Frankfurter ließen Michi in seiner unnachahmlichen Art zu Höchstform auflaufen. Die Ruhe die er ausstrahlte übertrug sich leider nicht auf Jedermann.

Phil:                

Ballbesitz = 99,9% war überraschender Weise auch im Pocket vollzeitbeschäftigt. War als Offensiv wie auch als Defensivmann bei Kickouts der Redbacks zu gebrauchen, zwei schöne Tore. Arbeitete diesmal richtig mit. Von Phantom keine Spur.

Present but not playing:

Martin Turner:          

War anwesend, und lief Getränke, außerdem als Runner im Einsatz, wollen bald wieder mehr von ihm sehen.

Moe:          

Es war eine Freude "Fetty" dabei zu haben, leider war er nach dem Spiel schnell wieder weg.

Big Big Al:     

Zum Glück hatte sich der verletzte Newby der Rheinland Lions entschlossen mitzukommen, für ihn und die Löwen eine Bereicherung.  

 

 



 

Torschützen: Phil Giesen 2, Luke McBride 2, Ant Garland 2, Gero Rosenthal 1, Mates Oser 1, Nik Klasen 1

 

Team:            

FF:               Pete -  Gero

HF:       Anthony -  Andi -  Phil

C:        Luke -  Nik -  Michi D.

HB:      Neal -  Consti -  Tim S.

FB:               Dirka -  Knut

                               Ruck:  Tobi - Matty - Michael E.

Interchange: Lucas Licht, Tim Bade, Marcel Faßbender, Glen Mensch

 

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